Barockbau Stift St. Irminen

Das dominierende Bauwerk innerhalb des Geländes der Vereinigten Hospitien ist der repräsentative Moselbau des Altenwohn- und Pflegeheims Stift St. Irminen. Der Westflügel der ehemaligen adeligen Benediktinerinnenabtei, wurde etwa 1740 unter der Äbtissin Anna Maria von der Beeck erneuert. Der langgestreckte und großzügig konzipierte Westflügel ist ein verputzter Bruchsteinbau, dessen architektonische Glieder in rotem Sandstein aufgeführt sind. Sein Mittelrisalit ist durch fünf breite Pilaster gegliedert, die die vier Achsen des Risalits trennen und ein halbrundes Bogentympanon tragen. In diesem Tympanon, wurde nach dem Wiederaufbau in den 60er Jahren eine Darstellung der heiligen Irmina und des heiligen Jakobus in Stuck modelliert. Weiterhin ist das Mittelrisalit durch gedrungene Fenster mit geschweiften Verdachungen und trennenden Stockgurten geprägt. Dieser Westflügel enthält in seinem Inneren einige bemerkenswerte architektonische und baugeschichtliche Kostbarkeiten: im Erdgeschoss den sogenannten Römersaal mit dem darunter liegenden ältesten Weinkeller Deutschlands und am sogenannten Kastanienhof einen barocken Kreuzgang.